Christian Rothmaler

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Sie Es! Uns-Ich-Er
09.11. – 07.12.2013

Niklas Schechinger Fine Art, Hamburg

  • Es Anstandsbild (schön)
    oil on canvas
    170 x 90 cm
    2013
  • “Das Letzte SieEsSieEsSieEsSieEsSieEsSieEs an die Butter (Gepetto, Frau Christus, Herr Bonneaparte, Frau Kleopetra, Dreckiger Harald, Großmütterchen, Herr Honnecker, Die afrikanische Liebe von Michel Leiris, Der Hauptmann, Eine Infantin, Malhatman Gandhi, Eine Elefantin)”
    Acrylic, stamps, holograms and coins on paper
    90 x 420 x 77 cm
    2013
  • todbringende Universums-Delphis
    oil on canvas
    60 x 220 cm
    2013
  • Atelier für c. UNS t.
    oil on canvas
    95 x 220 cm
    2013
  • Ihr (abcdefghijklmnopqreferenzyx)
    oil and paper on canvas
    100 x 70 cm
    2013
  • Atom-Freundl-Ich
    oil on canvas
    220 x 160 cm
    2013
  • Lichtplatine + RSSLCBRG (tot)
    oil on canvas
    40 x 80 cm
    2013
  • Sie! Sonnensystemkritik
    oil on canvas
    220 x 190 cm
    2012/13
  • 4= Co + R (Er)
    oil on canvas
    220 x 140 cm
    2013
  • “Es Anstandsplakat”
    poster, inkjet print
    118 x 84 cm
    2013
  • Lichtplatine und Entsteher
    oil on canvas
    30 x 24 cm
    2013
  • Wir heißen Berg
    oil on canvas
    100 x 70 cm
    2013

 

Sehr geehrte Ladies und Gentlemen,

heute kann ich Sie sehr herzlich zu der Ausstellung von Christian Rothmaler einladen.

Seine Killerpieces waren lange Zeit extrem zeichenhaft und klar gemalt. Da musste man sich nicht lange mit winzigen Details und Schattierungen aufhalten, die waren wie ein Faustschlag aufs Auge. Das Veilchen das man davon trug war allerdings erfrischend. Sonst stellt sich bei mir schnell mal Frustration ein, wenn ich komplizierte aber am Ende doch belanglose Kunst betrachte – nach einem Rothmaler war ich wach. Nach dem visuellen Aufprall blieb da nämlich auch noch genug inhaltliche Kryptik fürs Gehirn.

Gut soweit, aber alles in der Vergangenheitsform? Tja, die Damen und Herren Künstlers müssen sich natürlich weiterentwickeln. Und auch wenn der Galerist leichter mit einem zementierten Stil umgehen kann, wäre er ein schlechter wenn er nicht auch offen für die Bewegung wäre und das fällt mir in diesem Fall wirklich leicht.

Aus Christian Rothmalers Zeichen-DNA haben sich in den letzten Jahren Figuren entwickelt und damit Räumlichkeit und damit wieder neue Fragenstellungen. In den vorwiegend großformatigen Bildern der Ausstellung taucht das ganze Destillat dieser Kettenreaktion auf: Bilder wie zu einem Familientreffen versammelt. Ich. Du. Er. Sie. Es. Wir. Ihr. Sie. Weiche Archaik und Bildstörungen, Dronen und
Liebe-Hass-Prozessoren, Texte und atomisierte Situationen – und natürlich auch weiterhin harte malerische Ansagen.
Man muss jetzt genauer hinschauen, aber es lohnt sich.

Mit den besten Grüßen und einem herzlichen „Mal sehen!“

Niklas Schechinger

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog: xyz, KV/UFBP/NSFA, Hamburg